Das Programm „Familie in der Hochschule“ hat es sich zum Ziel gesetzt, deutsche Hochschulen familienfreundlicher zu gestalten. Zu diesem Zweck arbeiten 12 Hochschulen ab Ende 2010 gemeinsam an der Umsetzung von Konzepten und Strukturen, die Studierende und Mitarbeiter(innen) darin unterstützen, Familie und Studium bzw. Beruf besser zu vereinbaren. Der Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit liegt dabei auf der Vernetzung der Hochschulen untereinander, der regionalen Vernetzung mit Unternehmen sowie auf dem Transfer der Projektergebnisse, um diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Themen, an denen die Hochschulen in drei Arbeitskreisen bis Ende 2012 arbeiten, sind „Familienunterstützende Angebote und Dienstleistungen“ (Hochschule Wismar; Hochschule München; BTU Cottbus und TU Dresden), „Familienorientierte Studienbedingungen“ (HAWK Hildesheim, Holzminden, Göttingen, FH Potsdam, Universität Hannover und FH Brandenburg) und „Regionale Allianzen für Familienfreundlichkeit“ (FSU Jena, Universität Erfurt, Universität Tübingen und Universität Konstanz).
„Familie in der Hochschule“ ist ein Programm des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer und der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Hochschulentwicklung CHE, bei dem die Geschäftsstelle Familie in der Hochschule angesiedelt ist. Neben den Treffen der 12 Hochschulen im „Best-Practice-Club“ (Dezember 2010, Mai 2011 und Mai 2012) sind zwei öffentliche Tagungen im Rahmen des Programmes geplant, eine Fachtagung am 20. Oktober 2011 und eine Abschlussveranstaltung am 21. und 22. November 2012.
Thema des ersten Clubtreffens am 8./9. Dezember 2010 in Jena ist die Umsetzung von Familienfreundlichkeit in der Führungskultur von Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen. Zu diesem Thema tauschen sich Expert(inn)en aus den Mitgliedshochschulen mit externen Referent(inn)en aus, um so Impulse zur Weiterentwicklung bestehender Konzepte und Ideen zu setzen.
Um ein Studium mit Familie zu ermöglichen und die Präsenz von Familien an der Hochschule erfahrbar zu machen, wurden in den Jahren 2008 und 2009 an der Fachhochschule Potsdam verschiedene zentrale ORTE familiengerecht gestaltet. Damit will die Hochschule eine Atmosphäre erzeugen, die Familien an der Hochschule willkommen heißt und sie als Bereicherung spürbar macht. Die Hochschule soll als ein intergenerativer Begegnungs- und Bildungsort wahrgenommen werden.
Die Gestaltung der ORTE FÜR FAMILIEN wurde durch ein Preisgeld aus dem Programm FAMILIE IN DER HOCHSCHULE vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, dem Centrum für Hochschulentwicklung und der Robert Bosch Stiftung ermöglicht. Mit der Auszeichnung ist die Mitwirkung im best-practice-Club FAMILIE IN DER HOCHSCHULE verbunden, in dem die Fachhochschule Potsdam – zusammen mit sieben weiteren Hochschulen – an der Entwicklung familienfreundlicher Strukturen beteiligt ist.
Weitere Informationen zu den ORTEN FÜR FAMILIEN finden Sie im Abschlussbericht, der die erste Phase des Veränderungsprozesses beschreibt.
"muutaaboor" - Über den Kulturwandel an der Fachhochschule Potsdam -
Aspekte des Changemanagement aus der Hochschulleitungsperspektive zum "fidh" - Best - Practice - Club am 23. November 2009
